5 Grilltipps vom Profi

31.07.2017

Grillen? Das kann doch jeder! So zumindest die allgemeine Meinung. Doch hinter dem Grillen steckt weiter mehr, als nur ein Fleisch aufs Rost zu knallen. Das Grillen ist eine Kunst, die viel Wissen erfordert. Nachfolgend wertvolle Grilltipps für Neulinge und Profis, die Familie, Freunde und Nachbarn begeistern wollen.

Steak medium gegrillt © Alexander Raths - fotolia.com
Steak medium gegrillt © Alexander Raths - fotolia.com

5 Grilltipps vom Profi: Von der Fleischwahl bis zu den Beilagen

In Deutschland ist das Grillen ein Nationalsport. Jeden Sommer qualmt es in den deutschen Gärten kräftig und man genießt bundesweit ein leckeres Steak. Wie gut wurde dieses aber zubereitet und warum wird überhaupt so großen Wert auf Fleisch gelegt? Die nachfolgenden Grilltipps helfen, besseres Essen zuzubereiten.

1. Ein gutes Steak hängt vom Fleischkauf ab

Fleisch kaufen und ab auf den Grill – so leicht stellen sich einige Menschen die Zubereitung vor. Ganz so einfach ist es dann noch nicht. Fehler werden bereits beim Kauf gemacht: Viele Verbraucher entscheiden sich für günstiges Fleisch vom Discounter. Ist das Fleisch aber auch wirklich frisch? Gerade die fertig marinierten Produkte täuschen häufig, da man die Frische kaum noch erkennen kann.

Das erste Frischekriterium ist die Farbe: Frisches Rindfleisch ist an einer dunkelroten Farbe erkennbar; läuft sie ins Bräunliche, ist das Fleisch nicht frisch. Lamm wiederum sollte hellrot und Schweinefleisch rosa sein. Schwieriger ist die Beurteilung bei Geflügel, jedoch sollte es generell hautfarben sein.

2. Grillfleisch richtig transportieren, lagern und zubereiten

Nach dem Kauf sollte man das Grillfleisch möglichst zügig nach Hause bringen, im Idealfall in einer Kühltasche oder -box. Zu Hause gehört das Fleisch bis zur Vorbereitung in den Kühlschrank, damit Keime keine Chance haben.

Laut den Grilltipps des Experten Jan von Thomy sollte ein Steak immer eine Stunde vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank genommen, gesalzen und etwas eingeölt werden. Praktisch jede Sorte Fleisch gehört nicht umgehend auf den Grill, sondern sollte zunächst die Raumtemperatur annehmen – das gilt übrigens nicht nur fürs Grillen, sondern auch Kochen.

Echte Grillprofis sollten ihr Fleisch auch marinieren. Das würzige Bad dauert je nach Art und Geschmack mehrere Stunden oder gar einige Tage.

3. Fisch macht auf dem Grill eine gute Figur

Auch wenn das Steak und die Würstchen in Deutschland am beliebtesten sind, sollte niemand auf Fisch verzichten. Man muss aber eine Fischsorte wählen, die relativ fest ist und nicht auf dem Grill zerfällt: Doraden, Wolfsbarsche und Forellen sind gute Kandidaten.

Wer lieber andere Fischsorten grillen möchte, der setzt auf einen simplen Trick: Empfindliche Filets in eine Alufolie packen und auf den Grill legen. Das hat sogar einen Vorteil: Man kann den Fisch mit Wein, einer Soße sowie Gewürzen marinieren.

Übrigens: Fisch sollte immer auf der geschuppten Haut gegrillt werden. Diese hat nämlich eine Schutzfunktion und das Fleisch trocknet nicht so sehr aus.

4. Die Beilage macht es beim Grillen

Zugegeben, bei einem Grillabend würde man am liebsten nur Fleisch essen. Doch ohne eine Beilage wirkt das Ganze dann doch zu fad. Bei den Beilagen gibt es auch mehr als nur den klassischen Nudelsalat. Generell ist es empfehlenswert, Gemüse nach Saison zu kaufen und dieses zuzubereiten. Mit seinen Beilagen kann man auch seine vegetarischen und veganen Freunde begeistern. Passende Rezepte gibt es hier.

5. Eine herzhafte Soße darf nicht fehlen

Mindestens genauso wichtig wie die Beilage ist die Soße beziehungsweise die Soßen. Grillfans sollten unbedingt mehrere Varianten zur Verfügung stellen, denn über Geschmack streitet man sich bekanntlich nicht. Einige mögen es scharf, andere eher süß.

Die Zubereitung der Soßen ist generell recht einfach, da viele von ihnen aus Joghurt und Mayo bestehen, die mit Kräutern, Knoblauch und anderen Zutaten ergänzt werden. Komplizierter ist hingegen eine Barbecuesoße, da diese in einem Topf zubereitet wird und abkühlen muss – also ausreichend Zeit für die Zubereitung einplanen.

 
 
 

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