Ein Grill für jeden Bedarf

10.02.2017

Ob ein Holzkohle-, Gas- oder Elektro-Grill besser geeignet ist, hängt vom individuellen Bedarf und Anspruch ab. Jeder der drei Grilltypen verfügt schließlich über spezifische Eigenschaften.

Gas, Holzkohle oder Elektro – Ein Grill für jeden Bedarf

Wir zeigen, welcher Grill sich für welches Grillgut optimal eignet und fassen Tipps zu Zubereitung und Einkauf zusammen.

Leckere Grillspieße © pixabay.com - moerschy
Leckere Grillspieße © pixabay.com - moerschy

Der Gasgrill: schnell, schonend und regulierbar

Die wohl größten Vorteile beim Gasgrill sind dessen Geschwindigkeit und Regulierbarkeit. Gasgrills sind in wenigen Augenblicken heiß, sodass selbst spontanes Grillen möglich ist. Die Zeitspanne, die zum Anheizen eingeplant werden muss, ist im Vergleich zum klassischen Holzkohlegrill deutlich kürzer. Gleichzeitig ist es nicht nötig ständig Kohle oder Briketts nachzulegen. Lediglich für ausreichend Gas muss gesorgt sein. Hinzu kommt, dass Gasgrills kaum störenden Rauch entwickeln. Perfekt für den Balkon, um die Nachbarn nicht mit Qualm zu belästigen. 

Hinsichtlich des Genusses haben Gasgrills einen weiteren wesentlichen Vorteil: Sie erlauben ein besonders schonendes und gesundes Zubereiten. Egal ob empfindlicher Fisch, Meeresfrüchte oder zartes Gemüse, im Gasgrill gelingt nahezu alles. Sogar feine Desserts mit Erdbeeren, Bananen oder exotischen Melonen sind kein Problem. Die Temperaturen lassen sich gezielt einstellen, was beim Holzkohlegrill unmöglich ist. Gleichzeitig sind Gasgrills ideal für anspruchsvolle Fleischgerichte, die eine ständige Temperaturkontrolle erfordern sowie zum Backen von Pizza oder Brot.

Fisch auf der Holzplanke © pixabay.com - hzv_westfalen_de
Fisch auf der Holzplanke © pixabay.com - hzv_westfalen_de

Der Holzkohlegrill: aromatisch, klassisch und preiswert

Jeder, der auf das typische rauchige Aroma beim Grillen nicht verzichten möchte, sollte sich einen Holkohlegrill zulegen. Dank Kohle, Briketts und Räucherholz lässt sich der Geschmack, der beim Grillen auf das Grillgut übertragen wird, konkret beeinflussen. Mit der Vielfalt an Anfeuermaterial geht eine hohe Flexibilität einher. Holzkohlegrills sind perfekt für saftige Steaks, knackige Würstchen und leckeres Geflügel geeignet. Wer auf Verbranntes verzichten will, muss den Grill allerdings ständig im Auge behalten. Die teilweise markante Hitze durch das direkte Grillen erfordert Kontrolle. Generell kann die Temperatur nur umständlich reguliert werden. Um sich das Grillen zu erleichtern, sind Modelle mit mehreren Stufen für den Rost empfehlenswert. Damit lässt sich der Abstand zwischen Flammen und Grillgut variieren und die Temperatur zumindest teilweise beeinflussen. 

Zum Schutz von empfindlichen und kleinen Lebensmitteln, die schnell zwischen den Gitterstäben hindurch in die Glut fallen können, lohnt sich die Anschaffung eines Edelstahl-Gemüsekorbs. Hier sind auch Spargel, Pilze oder Früchte gut aufgehoben. Fisch und Meeresfrüchte verbrennen auf dem Holzkohlegrill leider schnell. Wer nicht aufpasst, riskiert ungenießbare Ergebnisse. Diese Lebensmittel müssen mehrfach gedreht werden, ansonsten werden sie außen schwarz während sie innen noch nicht gar sind.

 

Auf dem YouTube-Kanal "Klaus grillt" wurden zu Holzkohle-und Gas-Grills ergänzende Tipps thematisiert, welche die Entscheidung vereinfachen:

 
 

Der Elektrogrill: günstig, sauber und sicher

Im Vergleich zu Holzkohle oder Gas ist das Grillen mit Elektrogrills sehr risikoarm. Weder entsteht eine Flamme, noch muss beim Umgang mit Gas aufgepasst werden. Einfach Stecker in die Steckdose stecken und schon kann es losgehen. Bei hochwertigen Grillmodellen sind die Heizstäbe sehr schnell auf Temperatur und das Grillgut kann in Kürze aufgelegt werden. Die Zeit- und Aufwandsersparnis ist enorm. Kein zeitintensives Vorbereiten und niemand muss sich die Finger schmutzig machen. Auch der Anschaffungspreis ist attraktiv. Viele Elektrogrills sind für weniger als 50 Euro zu haben und auch die Ersparnis aufgrund der Tatsache, dass kein Brennmaterial angeschafft werden muss, ist erwähnenswert. 

Das Grillen mit Elektrogrill ist sauber und es entsteht kein unangenehmer Rauch. Da Fett und andere Substanzen des Grillguts auch nicht in eine direkte Flamme tropfen, entstehen darüber hinaus keine giftigen Stoffe, die auf das Essen übergehen. Elektrogrill erlauben also das gesunde Zubereiten von leckeren Gerichten. Egal ob Fisch, Gemüse oder Fleisch. Was auf Elektrogrills in der Regel nicht möglich ist, ist das Zubereiten von schmackhafter Pizza. Auch Brot und andere speziellen Wünsche lassen sich mit der elektrischen Variante kaum realisieren. Beim Kauf ist ein Produkt mit Temperaturregulierung zu bevorzugen.

Kebab-Spieß © Pixabay.com - PDPhotos
Kebab-Spieß © Pixabay.com - PDPhotos

Fazit

Anspruchsvolle Grillkönige kaufen sich gerne Gasgrills, weil diese das Einstellen der nötigen Temperaturen vereinfachen und der Anfeuerungsprozess deutlich weniger schmutzig und zeitintensiv ist, als bei Holzkohle. Gesundes Grillen lässt sich mit Gas gut realisieren, ohne auf das gewünschte Geschmackserlebnis zu verzichten. Vom leckeren Steak, über exklusives Lachsfilet bis hin zu italienischer Pizza und Gemüsespießen ist alles möglich. 

Andere Grillfans möchten auf das einmalige Grillaroma nicht verzichten und sind deshalb mit dem Holzkohle-Klassiker gut beraten. Der Holzkohlegrill erfordert zwar Zeit zum Anfeuern, doch dieser Prozess gehört für viele zum Grillvergnügen dazu und darf nicht fehlen. Mit einem Anzündkamin kann das Anfeuern beschleunigt werden. Holzkohle verleiht Steaks, Würstchen und Co. einen unwiderstehlichen Geschmack. Zartes Grillgut wie Fisch und Meeresfrüchte gelingt jedoch mit Gas besser. 

Elektrogrills eignen sich für alle, die das typische Grillaroma nicht zwingend brauchen und es gerne bequem sowie sicher haben. Elektrisch betriebene Grills gewährleisten das komfortable Grillen zuhause ohne Rauch, Schmutz und zeitaufwändiges Anfeuern. Für Großfamilien oder Feste sind Elektrogrills allerdings schnell zu klein, da die Auflagefläche stark eingeschränkt ist.

Grills kaufen und sparen

Egal ob es am Ende ein Gas-, Elektro- oder Holzkohlgrill wird: Die Qualität sollte stimmen. Um von einem langlebigen, funktionalen und zuverlässigen Produkt zu profitieren, ist die Investition in einen Markenartikel ratsam. Während Weber beispielsweise praktische Kugelgrills zum indirekten Grillen präsentiert, ist Napoleon der Experte für Gasgrills. Unter den Elektrogrills gibt es von mehreren Herstellern wie Tefal, Clatronic oder Weber passende Angebote. Sparen lässt sich im Internet auf www.grillen.de, einem Onlineshop für Grills und Zubehör mit versandkostenfreier Lieferung. Die Grills von Weber, Outdoorchef und Co. werden online oft merkbar günstiger verkauft, als im stationären Einzelhandel. Vergleichen lohnt sich. Gleichzeitig sollten Verbraucher vor dem Kauf einen Blick in Testberichte werfen und sich ein Bild über verschiedene Modelle machen. Beispielsweise hat Stiftung Warentest zahlreiche Elektrogrills getestet und die Ergebnisse unter www.test.de veröffentlicht. Zudem wurden bei Grillpedia.de sowohl zum Elektrogrill als auch Gas- und Holzkohle-Alternativen geeignete Modelle aufgeführt:

 
 
 
 

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Jan Thunig bei