Grillmethoden

Appetit auf ein saftiges Steak vom Grill oder soll es doch lieber ein sanft gegarter Braten sein? Wir geben Dir Tipps, welche Grilltechnik sich für welches Grillgut eignet und mit welchen Grills beides – sowohl indirektes als auch direktes Grillen – möglich ist.

Foto: www.roesle.dezoom
Foto: www.roesle.de

Direktes Grillen und indirektes Grillen – was eignet sich wofür?

Das direkte Grillen ist die klassische und wohl bekannteste Methode. Mit ihr sind die meisten Hobby-Griller vertraut, denn Würstchen oder Nackensteaks lassen sich auf dem heißen Holzkohlegrill oder Gasgrill auf diese Weise relativ unkompliziert in kurzer Zeit zubereiten. Das Grillgut wird einfach auf den Rost gelegt und die intensive Hitze von 400-1000 °C wirkt direkt von unten ein. Somit ist mindestens einmaliges, manchmal auch mehrfaches Wenden erforderlich, damit die guten Stücke nicht verbrennen. Beim Vorbereiten des Grillguts ist zu beachten, dass nicht jede Marinade geeignet ist. Paprika und einige andere Gewürze vertragen die direkte Hitzeeinwirkung schlecht, werden bitter oder verändern ihren Geschmack. Durch die hohen Temperaturen geht wertvoller Fleischsaft verloren; außerdem tritt das Fett zu schnell aus dem Fleisch aus und tropft deshalb in die Glut. Das ist wegen der daraus resultierenden Rauchentwicklung problematisch. Viele Menschen mögen zwar das rauchige Aroma, der Qualm begünstigt jedoch die Entstehung gesundheitsschädlicher Stoffe.

Ganz so einfach wie häufig angenommen ist das direkte Grillen also nicht. Wer diese Grilltechnik gut beherrscht, zaubert jedoch köstliche „kurz gegrillte“ Gaumenfreuden. Hähnchenschenkel, Koteletts, Steaks, Hamburger und Würstchen eignen sich bestens, aber Gemüse kann ebenfalls mit der direkten Grilltechnik zubereitet werden.

Zum indirekten Grillen mit dem Holzkohlegrill bedarf es eines Geräts mit Deckel. Das Grillgut wird nur zu einem Teil von unten erhitzt. Ein Großteil der glühenden Kohle wird rechts und links des Rosts aufgehäuft – jedoch niemals an den Griffseiten. Dazwischen kann eine Auffangschale für Fett und Flüssigkeit platziert werden, was sinnvoll, aber nicht zwingend erforderlich ist. Sobald das Grillgut auf dem Rost liegt, wird der Deckel geschlossen, damit die Wärme zirkulieren kann. Der Grillmeister kann sich nun entspannen, denn ein Wenden ist nicht erforderlich. Der Deckel bleibt bis zum Ende der Garzeit geschlossen.

Bei einem Gasgrill funktioniert das Prinzip des indirekten Grillens ähnlich. Nach dem Vorheizen auf voller Leistung werden die Brenner unterhalb des Grillguts ausgeschaltet. Die Temperatur kann nun individuell auf das Gargut angepasst werden. Mäßige Temperaturen von 180 °C sind ebenso möglich wie niedrige Temperaturen von 120-140 °C. Auf Wunsch kann gegen Ende der Garzeit durch das Erhöhen der Temperatur auf 180 –230 °C eine braune Kruste erzeugt werden.

Welche Grilltypen sind für die beiden Grillarten geeignet?

Wer mit seinem Grill sowohl die direkte als auch die indirekte Grillmethode anwenden kann, hat eindeutig mehr Möglichkeiten. Ob Du einen Gasgrill oder Holzkohlegrill bevorzugst, ist dabei zunächst unerheblich – wichtig ist vor allem ein Modell mit Deckel. Auch mit hochklassigen Elektrogrills sind beide Methoden möglich. Ebenfalls für direktes und indirektes Grillen gleichermaßen geeignet sind dank ihres Deckels alle Kugelgrills. Wenn Du also gern mit der Größe des Grillguts experimentierst, mal nur schnell ein paar Würstchen, aber beim nächsten Mal einen Braten auf dem Grill zubereiten möchtest, der deutlich mehr als ein Kilogramm wiegt, ist die Kombi-Option für Dich optimal.

 
 

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Jan Thunig bei