Vergleich Grill-Typen

Du willst mehr, als gelegentlich eine Bratwurst auf den Grill zu werfen? Wenn Du auf der Suche nach dem idealen Handwerkszeug für zuverlässiges und stressfreies Grillvergnügen bist, solltest Du zunächst herausfinden, welcher Grill am besten zu Dir passt.

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Holzkohle-Grill, Gas-Grill oder Elektro-Grill. Welcher Grill passt zu mir?

Es geht nicht einfach nur um die Wurst. Grillen ist mehr als reine Nahrungszubereitung – am Grill treffen unterschiedliche Philosophien aufeinander. Für einige ist es Passion, Leidenschaft oder sogar Sport, für andere schlicht die archaische Lust am Brutzeln. Manchmal zählt vor allem der Spaß am geselligen Beisammensein und Essen im Freien. Einen gemeinsamen Nenner aber gibt es: den Genussfaktor. Schmecken soll das Grillgut, gelingen soll es – und zwar nicht nach dem Zufallsprinzip, sondern einfach und verlässlich. Mit ein wenig Hintergrundwissen werden Dir in Zukunft auch raffinierte Gerichte gelingen, denn Pleiten, Pech und Pannen lassen sich bei der Wahl des passenden Grills vermeiden. Dabei gibt es nicht das ultimative, für alle Ansprüche optimale Gerät. Jeder Grill hat bestimmte Eigenschaften, Stärken oder Schwächen, die eine individuelle Auswahl erforderlich machen. Grundsätzlich musst Du Dich zunächst für eine von drei Varianten entscheiden: Elektrogrill, Gasgrill oder Holzkohlegrill. Nachfolgend geben wir Dir einen kurzen Überblick über das Für und Wider der jeweiligen Grillgeräte.

 

Elektrogrill

Sein größter Vorteil ist zugleich seine Schwäche: Beim Elektrogrill hält sich die Rauchentwicklung in Grenzen, weswegen er wenig „Geruchsbelästigung“ erzeugt. Der Einsatz auf dem Balkon wird daher von Vermietern und Nachbarn in vielen Fällen toleriert. Allerdings ist für echte Grill-Fans ein Elektrogrill trotz geringen Platzbedarfs immer nur eine Notlösung, denn das Wichtigste fehlt: die richtige Grill-Stimmung, die eng mit dem typischen Grillaroma verbunden ist. Ohne leckeren Duft ist Grillen für die meisten Menschen nur halb so schön – intolerante Nachbarn und Vermieter einmal ausgenommen. Ein Elektrogrill kann sich jedoch auch als der Retter in der Not erweisen, wenn wegen unerwarteter Regenschauer oder Gewitter das Grillen vom Freien in die Wohnung verlegt werden muss. Zusammengefasst ergeben sich für den Elektrogrill folgende Vor- und Nachteile:

Vorteile Elektro

  • geringe Rauchentwicklung
  • vergleichsweise geringer Platzbedarf
  • Kauf von Kohle und Gas nicht erforderlich
  • auch im Haus einsetzbar
  • für spontane Anlässe geeignet

Nachteile Elektro

  • eingeschränkte Bewegungsfreiheit durch Anschlusskabel
  • nicht für größere Fleischstücke verwendbar
  • typisches Grillaroma fehlt 
  • kein richtiges Grillerlebnis
 

Gasgrill

Der Gasgrill hat sich in Amerika unter Grillprofis einen beachtlichen Marktanteil von rund 30 Prozent erobert. Auch in Deutschland wächst die Zahl derer, die Gasgrills bevorzugen. Mit Flüssiggas betriebene Geräte haben ein Herz für knurrende Mägen, denn die Anheizzeit ist im Gegensatz zum Holzkohlegrill erfreulich kurz. Hinzu kommt eine leicht regelbare Temperatur. Auch die Asche- und Rauchentwicklung ist weniger intensiv. Technische Finessen machen Gasgrills der gehobenen Preis- und Qualitätsklasse in Verbindung mit passend ausgestatteten Grillwagen zu mobilen Mini-Küchen, die eine unglaubliche Vielfalt an Zusatzfunktionen bieten. Aber solch ein Luxus hat natürlich seinen Preis, im wörtlichen, wie im übertragenen Sinne. Zum einen schlagen sich die technischen Raffinessen in einem höheren Anschaffungspreis nieder, zum anderen sind Gasgrills in der Regel recht sperrig, schwer und somit wenig flexibel. Auch das typische Grillaroma ist weniger ausgeprägt, selbst beim Einsatz spezieller Holzchips. So fällt das Pro und Kontra Gasgrill auf den Punkt gebracht aus:

Vorteile Gas

  • spontan und schnell einsatzbereit
  • Temperatur leicht zu regulieren
  • kein Nachlegen von Kohle bei längeren Grillabenden
  • keine Asche und wenig Rauchentwicklung 
  • leichte Reinigung

Nachteile Gas

  • Anschaffungspreis für Qualitätsgeräte hoch
  • Kauf sowie Lagerung von Gas erforderlich
  • Grillaroma nicht so perfekt wie bei Holzkohle
 

Holzkohlegrill

Er ist der Inbegriff des zünftigen und leckeren Grillvergnügens. Der Holzkohlegrill hat etwas Unverfälschtes, er glüht, raucht, qualmt und er ist definitiv nichts für Ungeduldige – doch genau diese Eigenschaften gehören für echte Fans zum wahren Grillerlebnis. Eine Umfrage des renommierten Herstellers Stephen Weber ergab, dass Holzkohlegrills fast drei Viertel aller gebräuchlichen Grills ausmachen. Kein anderer Grill vermittelt den ursprünglichen Reiz der Nahrungszubereitung über offenem Feuer auch nur annähernd so authentisch. Eine zunehmend beliebte Variante des Holzkohlegrills ist der Kugelgrill, der durch seine spezielle Konstruktion auch indirektes Grillen und schonendes Garen ermöglicht. Die Modellvielfalt bei den Holzkohlegrills ist enorm – sie reicht vom Einwegmodell bis zum Luxusgerät mit Deckel für Grillprofis. Trotz seiner Beliebtheit und vieler Vorzüge ist das Grillen mit Holzkohle dennoch nicht für jeden gleichermaßen geeignet. Auch hier gilt es, Vor- und Nachteile individuell abzuwägen:

Vorteile Holzkohle

  • perfektes Grillaroma und -erlebnis
  • beim Kugelgrill direktes und indirektes Grillen möglich

Nachteile Holzkohle

  • lange Aufheizzeiten von etwa 30 min bis Kohle glüht
  • bei längeren Grillabenden Nachlegen der Kohle
  • Verwendung auf Balkonen häufig nicht gestattet
 
 

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