Schule des Grillens

Alles, was nicht bei drei auf dem Baum ist, landet auf dem Rost: Wenn es nach Andreas Rummel geht, gibt es nämlich „kein Lebensmittel, das man nicht auf dem Grill veredeln kann“. Gut gebrüllt vom BBQ- und Grillexperten.

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Die hohe Schule des Grillens

Die Hohe Schule des Grillens

Aber hält Die Hohe Schule des Grillens, was Rummel und seine Co-Autoren vollmundig versprechen? Noch nie dagewesene Ideen sollen hier präsentiert werden, und in der Tat: Das Buch liefert sie – und dazu noch reichlich Expertenwissen.

Der TV-Griller Andreas Rummel einmal mehr in seinem Element

Überraschende Zubereitungstricks, viel Lebensmittelkunde, eine Rezeptsammlung, die sich schmecken lassen kann und Food-Fotografie vom Feinsten sind die Zutaten dieses Buches aus dem Christian Verlag. Auf den ersten 30 Seiten erwartet die Leser viel interessant verpackte Theorie, bevor es dann richtig ans „Eingefleischte“ geht: Schwein, Rind, Lamm & Wild, und Geflügelrezepte inklusive ausführlichem Wissensteil zum jeweiligen Fleisch (ca. 100 Seiten), gefolgt von Fisch & Meeresfrüchten (ca. 30 Seiten) sowie Vegetarischem (ca. 20 Seiten) und Desserts (ca. 15 Seiten). Etwas ärgerlich ist der redaktionell getarnte Werbeblock, der sich Hinter den Grillkulissen nennt und dem ausführlichen Stichwort-Register vorangestellt ist. Darin promoten Rummels Wegbegleiter und Sponsoren ihre Produkte – ob das in dieser Ausführlichkeit sein muss, ist sicher ebenfalls „Geschmackssache“. Ansonsten gibt das Buch inhaltlich aber keinen weiteren Grund zur Klage. Es ist übersichtlich aufgebaut, räumt mit etlichen Grillmythen auf und gibt Antworten auf existenzielle Fragen des Grill-Universums : Was ist die Porenlegende? Muss Fleisch wirklich ruhen? Wie oft ist das Wenden eines Grillsteaks erforderlich?

Ein Hochgesang auf den Gasgrill und „Sous-vide“ Vakuumgaren

Rummel ist bekennender Gasgrill-Fan, entsprechend ist auch die Rezeptsammlung für Grillen mit Gas optimiert. Geübte Holzkohle-Griller, die einen Grill mit Deckel und Temperaturregler ihr eigen nennen, werden aber kaum Schwierigkeiten haben, das meiste auch mit Holzkohle umzusetzen. Ins Expertenboot hat sich der Autor erfahrene Unterstützung geholt. So gibt es neben den spannenden Ausführungen des Lebensmittelphysikers Thomas Vilgis und den verlockenden Fotos von Food-Fotografin Carolin Friese auch Gastbeiträge von Grillblogger Markus Mizgalski und dem „Delikatessenjäger“ Ralf Bos. Wer Lust hat, Hintergründe der Garmethode Grillen zu verstehen und die physikalischen und chemischen Prozesse zu durchschauen, sollte sich die Beiträge von Prof. Vilgis in Ruhe zu Gemüte führen. Ziemlich begeistert ist Rummel von der Sous-Vide-Garmethode im Vakuumbeutel, eine Art Vorgaren, das in der Gastronomie weit verbreitet ist. Dies ist sicher im Einzelfall interessant, aber eher nichts, was man am eigenen Grill tatsächlich regelmäßig praktiziert.

Fazit

Von A wie Austernpilze bis Z wie Zuckerwatte vom Grill: Mit Rummels Rezepten wird der Grill zum großen Experimentierkasten für spannende Kombinationen. Alles wird in Die Hohe Schule des Grillens ausführlich bebildert Schritt für Schritt erklärt. Es finden sich erstaunlich einfache, dennoch kreative Leckerbissen, aber auch recht aufwendige kulinarische Genüsse mit langer Zutatenliste und hohem Vorbereitungsbedarf für fortgeschrittene Grillköche. Wegen der in der Grilltheorie erklärten physikalischen Aspekte von Thomas Vilgis ein absolutes Must-have für Gasgriller, die es ganz genau wissen wollen.

Rezension: Manuela Sanne

 
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Die Hohe Schule des Grillens
Das Beste für Rost und Spieß. Rezepte, Tricks, Expertenwissen

Andreas Rummel (Text)
Thomas Vilgis (Text)
Carolin Friese (Fotografie)
224 Seiten, ca. 180 Abbildungen, Hardcover
ISBN: 9783862445899
Christian Verlag 2014

 
 

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